Aktuelles

Auf dieser Seite finden Sie eine Auswahl von Pressemeldungen und Informationen rund um das Thema Herzerkrankungen.
 

Darüber hinaus finden Sie jederzeit aktuelle Informationen zum Thema Herzerkrankungen auf der Seite unseres Dachverbands, dem BVHK.
 

Um zum Thema Herzerkrankungen immer auf dem neusten Stand zu bleiben, empfehlen wir Ihnen den kostenlosen Newsletter unseres Dachverbands, des BVHK. Sie können sich hier dafür anmelden.

Schulbefreiung für Kinder mit Vorerkrankungen

Zum Schutz von Kindern mit schweren Vorerkrankungen wünschen sich viele Eltern ein Attest zur Schulbefreiung. Darüber muss laut der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) individuell der Kinderarzt entscheiden. Denn es sei unklar, ob diese Kinder ein höheres Infektionsrisiko, einen schwereren Verlauf als andere haben bzw. ob es dafür bestimmte Merkmale gibt.

 

Von einer potentiellen Gefährdung könne ausgegangen werden, wenn sich Kinder mit Erkrankungen, die die Lungenfunktion, das kardiovaskuläre System oder die Nierenfunktion in relevantem Maße beeinträchtigen, infizieren. Dennoch sei eine generelle Freistellung von Kindern mit angeborenem Herzfehler, Herz-Kreislauferkrankungen oder Cystischer Fibrose nicht sinnvoll.

Laut Fachgesellschaft müssen die notwendigen Maßnahmen „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht nur für einige wenige vor uns liegende Wochen gelten, sondern viele Monate bis weit ins Jahr 2021 hinein notwendig werden …. und es stellt sich die Frage, ob die ausgesprochenen Empfehlungen (Isolation) den Kindern und Jugendlichen auf mittlere und lange Sicht durch eine möglicherweise allzu großzügig ausgelegte Protektionsabsicht nicht mehr schaden als nütze.“

Die DGKJ bezieht sich auf den Vergleich von COVID (Sars-CoV-2) zur Grippe (Influenza): bei Kindern, die in der vergangenen Saison aufgrund eines kinderärztlich indizierten erhöhten Risikos gegen Influenza geimpft wurden, sollte auch jetzt das Risiko einer Sars-CoV-2-Infektion kritisch geprüft werden. Dies impliziert jedoch nicht automatisch eine Befreiung von der Schulpflicht beziehungsweise die Ausstellung eines entsprechenden ärztlichen Attests.

Ergebnisse des Surveys der Deutschen Gesellschaft für pädiatrische Infektiologie (DGPI), der seit 18.03.2020 stationär aufgenommene Kinder mit Covid-19 erfasst: Etwa 25 Prozent der hospitalisierten sowie 50 Prozent der intensivtherapiepflichtigen Kinder hatten eine Grunderkrankung. Die Zahlen seien allerdings noch zu klein, um Risikoprofile definieren zu können.

Mehr Info:

 

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft Pädiatrische Kardiologie: https://www.bvhk.de/informationen/aktuelle-informationen-zum-covid-virus/

 

Und immer aktuell:

https://www.bvhk.de/informationen/aktuelle-informationen-zum-covid-virus/ 

 

Verdienstausfall – Entschädigung wegen Kinderbetreuung in Corona-Krise
 

Der Anspruch auf Entschädigung nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) besteht seit 30.03.2020 für Eltern, die wegen Corona-bedingter Kita- oder Schulschließungen ihre Kinder selbst betreuen müssen, deshalb nicht arbeiten können und einen Verdienstausfall erleiden. Seit 05.05.2020 können Arbeitsgeber und Selbstständige die Entschädigung online beantragen: www.ifsg-online.de. Die Anträge werden an die Behörde im zuständigen Bundesland übermittelt (das Bundesland, in dem das Kind zur Schule geht oder in einer Kindertagesstätte betreut wird): 

 

 

Auch wer unter Quarantäne gestellt wird oder wegen einer eigenen Infektion nicht arbeiten darf und deshalb Verdienstausfall hat, erhält aufgrund des IfSG Entschädigung.

 

 

Corona: Stellungnahme der DGPK (6.3.2020)
 

Die Infektionswelle mit dem neuen Coronavirus (Covid-19/SARS-CoV-2), welche in China ihren Ursprung nahm, ist nun auch in Europa und Deutschland angekommen und verbreitet sich weltweit, aus der Corona Epidemie in China ist eine Pandemie geworden.  Aufgrund zahlreicher und oft unterschiedlicher Medienberichte, die teilweise nicht unbedingt sachlich und medizinisch korrekt wiedergegeben werden, kann in Teilen der Bevölkerung und vor allem bei Patienten mit chronischen Erkrankungen daher eine erhebliche Verunsicherung entstehen.

 

Gerade Eltern bzw. Familien mit herzkranken Kindern, aber auch Jugendliche und Erwachsene mit Angeborenen Herzfehlern (JEMA bzw. EMAH Patienten) sind daher in Sorge und wenden sich an ihre betreuenden Kliniken und Ärzte. Aus diesem Grunde möchte die DGPK (Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie und angeborene Herzfehler e.V.) die betroffenen Patienten und Familien informieren.

 

Coronaviren gibt es schon sehr lange, Infektionen mit Coronaviren verursachen meist Beschwerden wie eine leichte „Erkältung“ oder Grippe, bei der keinerlei besondere Behandlung notwendig ist oder Gefährdung für die Patienten besteht. Bestimmte Viren – und hierzu gehört offensichtlich auch der aktuelle Erregerstamm (Covid-19/SARS-CoV-2) - können bei besonderen Patientengruppen aber auch schwere Infektionen der Atemwege verursachen. Nach dem aktuellen Wissensstand ist aber auch eine Infektion mit dem aktuellen Coronavirus in großem Stil heilbar bzw. wird von den allermeisten Patienten gut überwunden und verläuft harmloser als z.B. echte Grippe- oder Masernerkrankungen.

 

Nach den aktuell vorliegenden Informationen sind Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nicht besonders gefährdet, die meisten Infektionen verlaufen gerade bei den jungen Patienten sehr mild. Die von Erwachsenen bekannten Risikofaktoren wie z.B. Herzerkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen und Bluthochdruck sind auch nicht auf das Kindesalter übertragbar.  Es ist daher, wie bei anderen Infektionserkrankungen auch, generell Vorsicht geboten, ein Grund zur Panik besteht nicht.  

 

Sehr wahrscheinlich ist das Risikoprofil der Coronavirusinfektion für die Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit angeborenen Herzfehlern mit dem von RS Viren vergleichbar (Synagis Impfung). Hierzu gehören Säuglinge mit noch unkorrigierten Herzfehlern oder Kinder mit bedeutsam vermehrten oder vermindertem Lungenblutfluss oder Kinder mit chronischer Herzinsuffizienz, pulmonaler Hypertonie und schließlich Patienten mit einer Immunschwäche (transplantierte Patienten, Di George Syndrom, etc.).

 

Obwohl eine Infektion mit Coronaviren sehr wahrscheinlich keine schwerwiegende Erkrankung hervorrufen wird, sollten auch unsere Patienten mit angeborenen Herzfehlern versuchen, sich vor einer Infektion zu schützen. Dies dient insbesondere auch dazu, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen.

 

Hierzu sind folgenden Maßnahmen sinnvoll:

  •  Mehrfach tägliches Händewaschen

  • Verwendung von Desinfektionsmitteln nach Kontakt mit Gegenständen, welche von vielen anderen berührt werden (Türgriffe, Geländer, etc.)

  • Größere Menschenmengen oder ggf. öffentliche Verkehrsmittel vermeiden

  • Abstand von möglicherweise Erkrankten halten

  • Abstand von Reisenden aus bekannten Endemiegebieten halten

  • Urlaube/Reisen in bekannten Endemiegebiete vermeiden

  • Verwendung von Einmaltaschentüchern

  • Niesetikette (in die Armbeuge niesen/husten)

 

Das Tragen eines Gesichtsschutzes (Maske) ist nach aktuellem Stand der Wissenschaft nicht hilfreich, um sich vor einer Infektion zu schützen, viel wichtiger sind die oben genannten allgemeinen Hygienemaßnahmen. In diesem Zusammenhang verweisen wir auf die entsprechenden Empfehlungen und Veröffentlichungen des Robert-Koch-Instituts in Berlin.

Es ist augenblicklich auch nicht notwendig und wird von Seiten der DGPK auch nicht empfohlen, Ihr Kind allein aufgrund eines angeborenen Herzfehlers zu isolieren, also von der Schule oder dem Kindergarten fernzuhalten. Dies gilt ebenso für Patienten, die bereits mehrfach am Herzen operiert bzw. behandelt wurden oder Patienten mit unproblematischer Fontanpalliation. Sollten in einzelnen Gegenden oder Gemeinden die Gesundheitsbehörden andere Empfehlungen ausgeben, so sind diese selbstverständlich zu befolgen.

 

Wenn Sie bei sich oder Ihrem Kind einen begründeten Verdacht auf eine Infektion haben oder krank sind (Grippesymptome wie Fieber‚ Husten, etc.) so bleiben Sie bitte zuhause und vermieden den Kontakt mit Gesunden, öffentliche Verkehrsmittel oder Menschenansammlungen. Kontaktieren Sie Ihren Haus – oder Kinderarzt telefonisch, fahren Sie bitte nicht ohne Vorankündigung in die Praxis oder Klinikambulanz.

 

Sollten in den nächsten Tagen und Wochen neue oder andere Erkenntnisse ergeben, so werden wir diese Stellungnahme aktualisieren. Für weitere allgemeine Informationen verweisen wir auf die aktuellen Verlautbarungen des Bundesgesundheitsministeriums und des Robert-Koch-Instituts sowie der Deutschen Gesellschaft für Kinderheilkunde und Jugendmedizin (DGKJ) sowie der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI).

 

Zur Stellungnahme der DGKJ und DGPI

Zur Stellungnahme des Robert Koch Instituts

Zur Stellungnahme des Bundesgesundheitsministeriums

Adventssingen in der Unikinderklinik
 

Ein Krankenhaus kann ein Ort der Freude, aber auch der Trauer sein. Kinder und Eltern, die dort Zeit verbringen müssen, sollten ihre Sorgen und Nöte deshalb aussprechen können – oder zumindest wenigstens für ein paar Stunden auf andere Gedanken kommen können. Die Elterninitiative veranstaltete deshalb gemeinsam mit den Grünen Damen am 3. Adventssonntag ein Adventssingen in der Kinder-herzstation der Uniklinik. Gemeinsam stimmte man sich mit Plätzchen und Kuchen auf die Weihnachtszeit ein. Theresa begleitete das Adventssingen mit der Gitarre. 

Zu den Bildern

 

Verbessertes Gesetz vom Bundeskabinett beschlossen
 

Weil viel zu viele Menschen auf ein Spenderorgan warten, darunter auch herzkranke Kinder, und viel zu wenige Spenderorgane zur Verfügung stehen, werden die Krankenhäuser künftig besser beteiligt. Denn: anders als häufig dargestellt, sind viele Menschen grundsätzlich bereit, ihre Organe zu spenden. Den Kliniken fehlt es meist an Zeit und Geld, um mögliche Organspender zu identifizieren. Das Bundesgesundheitsministerium hat mit dem Entwurf eines neuen Organspende-Gesetzes folgende Verbesserungen vorgesehen:

1.    Mehr Vergütung für Krankenhäuser, die Spenderorgane entnehmen und einen Zuschlag als Ausgleich für die Inanspruchnahme ihrer Infrastruktur.


2.    Ein bundesweiter, neurologischer Bereitschaftsdienst gewährleistet flächendeckend qualifizierte Ärzte zur Feststellung des Hirntodes.


3.    Verbindliche Vorgaben zu Transplantationsbeauftragten: mehr Handlungsspielraum und Rechte, grundsätzliche Hinzuziehung wenn ein Patient als Organspender in Betracht kommt sowie Freigestellung der Beauftragten mit 0,1 Stellen je zehn Intensivbetten und pro Intensivstation ein eigener Transplantationsbeauftragter.

 Das Gesetz soll in der ersten Hälfte 2019 in Kraft treten. Der Entwurf muss nun im Bundestag beraten werden. Auch der Bundesrat muss zustimmen.

Mehr Infos unter:
https://www.bvhk.de/informationen/medizinische-informationen/herztransplantation-htx-organspende/
https://www.tagesspiegel.de/politik/mehr-geld-fuer-kliniken-bundeskabinett-billigt-neues-organspende-gesetz/23251492.html